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Metasequoia glyptostroboides
Es gibt Bäume, die eine Geschichte erzählen. Und dann gibt es die Metasequoia glyptostroboides – einen Baum, der eine Zeitreise verkörpert.
Lange Zeit glaubte man, dass sie ausgestorben sei. Nur Fossilien erinnerten an ihre Existenz: Abdrücke von Blättern und Stücke versteinerten Holzes aus der Kreidezeit und dem frühen Tertiär. Ein Riese aus längst vergangenen Zeiten. Ein lebendes Fossil – jedoch nur noch in Stein. Bis 1941, als in einem feuchten Tal im chinesischen Modaoqi ein Förster einen Baum bemerkte, den niemand kannte. Als Wissenschaftler ihn Jahre später untersuchten, ging ein Schock durch die botanische Welt: Es war, als hätte man einen lebenden Trilobiten gefunden. Als würde die Vergangenheit selbst atmen, dort im nebelverhangenen Tal von Modaoqi.
Die Metasequoia erwies sich als seltene Erscheinung: ein laubabwerfender Nadelbaum – eine deciduous conifer. Seine zartgrünen, gegenständig angeordneten Nadeln färben sich im Herbst kupferorange, bevor sie zu Boden fallen. Dieses Farbspiel, unter Nadelbäumen ungewöhnlich, kombiniert mit seinem geraden Stamm, der weichen Rinde und der eleganten Gestalt, macht ihn zu einer geschätzten Erscheinung in Parks und Arboreten. Nach der Wiederentdeckung wurden Samen gesammelt und in der ganzen Welt verteilt. Er erhielt eine zweite Chance und schlug neue Wurzeln: von China bis Europa, von botanischen Gärten bis zu privaten Gärten. Eine lebendige Verbindung zwischen ferner Vergangenheit und greifbarer Gegenwart.
Auch in den Niederlanden fand der Baum seinen Weg – und seinen Platz in zwei Familiengeschichten. In unserer Familiengeschichte, aber auch in der der Familie Van De Kamer. Lassen Sie mich dies chronologisch erklären.
Anfang der 1950er Jahre, vermutlich 1951 oder 1952, las mein Vater Willem Overmars einen Zeitungsartikel über diese wunderbare Wiederentdeckung. Der junge Willem war sofort fasziniert. Ein Baum aus der Zeit der Dinosaurier, lebendig – wie konnte das sein? Zu seinem Geburtstag bat er seine Mutter Fien um eine Metasequoia. Keine Modelleisenbahn, kein Fußball – sondern ein Baum. Fien, mit ihrer bodenständigen Herzlichkeit, fand dies einen schönen Wunsch. Und so wurde ein kleines Bäumchen gepflanzt, das zu einer beeindruckenden Erscheinung heranwachsen sollte: hoch, kraftvoll, elegant. Diese erste Metasequoia wuchs mit der Familie heran. Wurde Teil der Landschaft und des Lebens. Diese Metasequoia steht noch immer dort, in Ewijk.
Für Botaniker ist die Metasequoia ein seltenes Wunder. Für uns ist sie das – und noch etwas mehr: eine Erinnerung an Neugier, an Staunen und an die Liebe einer Mutter, die ihrem Sohn einen Baum schenkte – einen Baum mit einer Geschichte.
Als dieser Baum ungefähr 20 Jahre alt wurde, gab es rund 52 Kilometer Luftlinie entfernt einen anderen Mann, der von der Metasequoia fasziniert war: einen Baumzüchter namens Aad van de Kamer. Er pflanzte nicht nur eine – sondern gleich 27, davon 19 entlang der Auffahrt. Aad erhielt diese besonderen Bäume über Siem van Klaveren, einen bekannten Baumschuler aus Boskoop. Siem war landesweit als Pionier der Stecklingsvermehrung bekannt. Er war sogar der erste Züchter, der die Erlaubnis bekam, Stecklinge der Metasequoia im Cantonspark zu schneiden – der ersten Metasequoia, die in den Niederlanden gepflanzt wurde. Von diesem einzigartigen Baum durfte Siem fünf Stecklinge selbst behalten, damit er nicht ständig nach Baarn reisen musste, um neues Pflanzenmaterial zu bekommen. Als Aad Siems Betrieb übernahm, erhielt er auch diese fünf Metasequoien. Später, als Aad und Mien beschlossen, auf die Sandböden in Ostniederlande umzuziehen, nahmen sie die fünf Bäume mit. Sie stehen noch immer hinter unserem Haus – als bleibende Erinnerung an dieses besondere Stück Geschichte.
Wir nehmen die Begegnung mit der Metasequoia hier in Barchem an wie einen warmen Gruß aus der Vergangenheit. Gerade weil der Junge, der einst um diesen Baum bat, heute nur noch in unseren Erinnerungen lebt.
Unsere Familiengeschichte atmet hier zwischen den Stämmen erneut. Und: Hier lebt die Geschichte weiter. Tilia und Thorjan rennen, fahren Kettcar und radeln unter den Metasequoien. Eine dritte Generation wächst mit diesem lebenden Fossil aus China auf. Die Liebe einer Mutter, die Neugier meines Vaters und die Freude, die meine Kinder unter diesen Bäumen erleben – all das verbindet sich hier.
| Blütezeit: | |
| Farbe: | |
| Höhe: | cm |
| Standort: | keine besonderen Ansprüche |
| Bevorzugter Boden: | keine besonderen Ansprüche |
| Pflanzzeit: | Herbst |
| Pflanztiefe: | dreimal Durchmesser der Zwiebel |
| Typ: | Zwiebeln zum Verwildern |
| Zwiebel, Wurzelstock, Knolle: | Blumenzwiebel |
| Vermehrt sich über: | |
| Herkunft (origin): | |
| Zwiebelgrösse: | (Umfang in cm) |